Liturgie
Diese Worte Jesu werden Wirklichkeit, wenn wir Christ:innen zusammenkommen, wenn wir miteinander beten und feiern. Wir spüren Gemeinschaft untereinander und mit Gott, wir teilen unsere Freuden und Sorgen, Ängste und Hoffnungen; im Idealfall schenkt uns der Gottesdienst auch einen Blick über unseren Alltag hinaus auf eine Weite, die unser Glaube uns eröffnet. Gestärkt und ermutigt gehen wir aus dem Gottesdienst, erfüllen unser Leben mit Gottes Geist.
Das Wort "Liturgie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "öffentliches Werk", "Dienst des Volkes", "Dienst für das Volk". Die christliche Überlieferung versteht darunter, dass das Volk Gottes teilnimmt am "Werk Gottes". Jede Pfarrgemeinde hat dabei ihre eigene Prägung, ihre Art und Weise zu feiern; unterschiedliche Schwerpunkte. In unserer neuen, zusammenwachsenden Pfarre TraunerLand sehe ich die Chance, eine noch größere Vielfalt des gottesdienstlichen Geschehens zu entdecken und für jede:n das zu finden was das Herz anspricht.
Der Sonntagsgottesdienst in der Kirche, der Kindergottesdienst im Pfarrhof, die Fronleichnamsprozession, die Maiandacht bei der Kapelle mitten in den Feldern, die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten, das Rosenkranzgebet in kleiner Gruppe, die Andacht beim Pilgern, die Heilige Messe, der Gottesdienst am Jungscharlager, die Nacht der 1000 Lichter, Rorate (Adventgottesdienst), … unzählige traditionelle und moderne Formen von Liturgie kennen wir in der katholischen Kirche.
Als Grundfunktionsbeauftrage für Liturgie ist es mein Anliegen, diese Vielfalt zu fördern, die Liturgiegestaltenden sowie die haupt- und ehrenamtlich Mitwirkenden zu unterstützen und für eine gute Vernetzung untereinander zu sorgen.
Ich spüre die Menschen die mit mir in der Kirche sind, ich höre die Worte der biblischen Lesungen, ich werde getragen vom Klang der Musik, mein Herz wird von Freude erfüllt. Und ab und zu – nicht immer – ist es dann spürbar, dieses Kribbeln, das mich erfahren lässt: Gott ist da. Wir feiern seine Gegenwart und ich bin sicher, er ist mitten unter uns. Das ist für mich Liturgie.