Dekanat Linz-Mitte auf dem Weg zur Pfarre "NEU"
An der Startveranstaltung im Alten Rathaus nahmen 125 haupt- und ehrenamtlich Tätige aus den Pfarrgemeinden und pastoralen Knotenpunkten des Dekanats teil.
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Unsere Pfarre Linz-Hl. Familie war mit einem 14-köpfigen Team bei der Startveranstaltung "Pfarre NEU" vertreten. |
Im Vorfeld wurde ein KERNTEAM gebildet, das den Prozess federführend leitet und von einer diözesanen Organisationsberatung durch Susanne Lammer und Sebastian Rappl strukturell sowie von Prof. Franz Gruber inhaltlich begleitet werden.
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Das Kernteam leitet die Umsetzung der Strukturreform vom Dekanat Linz-Mitte zur Großpfarre. |
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Im Rathausfoyer, wo sich ein begehbarer Stadtplan von Linz befindet, wurden alle Teilnehmenden vom Dekanatsteam begrüßt.
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Dechant Christian Zoidl erwähnte, dass der Weg vom Dekanat zur Pfarre NEU einer "Entdeckungsreise" (griechisches Wort - Synode) gleicht - gemeinsam unterwegs sein und dabei fündig werden. Ehrliche Begegnungen und gegenseitiges Zuhören sind Voraussetzungen für diesen Prozess. Zoidl schloss mit dem Wunsch: "Glück auf! Gott mit uns! Gemmas an!"
Anhand des Stadtplans erkundeten die Eingeladenen die Grenzen des Dekanats und ihre Einsatzgebiete in den Pfarrgemeinden und pastoralen Orten (z.B. Krankenhäuser, Altenheime, Orden). Einzelne Personen stellten daraufhin ihre pastoralen Orte vor und schilderten, was sie sich von diesem Prozess erhoffen.
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Im Rathaussaal war das "Miteinander-Weben" von Pfarrgemeinden ein Thema. Was braucht es, damit ein gutes Miteinander gelingt?
Antworten dazu durften wir auf Stoffbändern schreiben. Diese wurden in einem Web-Rahmen miteinander verwoben. So entstand ein buntes "Bild der Verwobenheit", auf dem viel Ermutigendes zu lesen war.
Passend zum Thema wurde mehrfach das Lied "Wir spinnen, knüpfen, weben, wir säen neues Leben" gesungen, zu dem uns Andreas Peterl (Kirchenmusikreferent) mit einem Klavier begleitetete.
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Martin Schachinger, Leiter der Stabsstelle "Pfarrstruktur", informierte uns über den Ablauf der Umsetzung und die nächsten Schritte auf dem Weg. Einzelne Themen wie die Findung eines Pfarrnamens und eines Standorts für das neue Pfarrbüro wurden näher erläutert.
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Irmgard Lehner, Leiterin für "Pastorale Berufe", nahm von der Diözesanleitung teil. Sie verwies darauf, dass Strukturen verändert und pastorale Themen neu gedacht werden, damit die Kirche den Anschluss an die Menschen nicht verliere. Deshalb habe die Diözesanleitung diese neue Struktur beschlossen.
Der Theologieprofessor Franz Gruber übernimmt die inhaltliche Begleitung des Strukturprozesses. Er wies darauf hin, dass bei aller Bedeutung der Strukturen das Fundament nicht vergessen werden dürfe: die Frage, was es heute heiße, Christ zu sein. Eine aktive Kirche, die nah bei den Menschen sei, lebe v.a. aus einer "Spiritualität der Menschwerdung".
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Am Nachmittag diskutierten wir die Chancen und Herausforderungen des Prozesses. Als positiv gesehen wurden die Vernetzung und Zusammenarbeit der Pfarrgemeinden untereinander und mit den pastoralen Orten.
Als Herausforderung wurden finanzielle und personelle Ressourcen sowie das Finden von Seelsorgeteam-Mitgliedern genannt.
Matthias List, Pastoralvorstand der "Pionierpfarre" Urfahr, berichtete aus seinen Erfahrungen vom Reformprozess. Erfreulich war für ihn, dass die Pfarrgemeinden ehrlich ihre Befürchtungen artikulieren, im gemeinsamen Tun dann aber eine Kraft spürbar wurde.
Als Tipp gab er uns mit auf den Weg: "Entwickelt gemeinsam Bilder! Mir hat das Bild der Wohngemeinschaft geholfen. Da gibt es ein Zimmer, das nur mir gehört, aber manche Dinge teile ich mit anderen. Ich lerne auch andere Leute kennen."
Dechant Christian Zoidl freut sich über den positiven Start:
"Ich gehe nach dieser Veranstaltung mit einem guten Gefühl in den Prozess hinein. Viele waren überrascht, wie viele pastorale Orte es in unserem Dekanat gibt. Nun gilt es, daraus ein großes pastorales Netzwerk entstehen zu lassen. Heute wurde oft der Wunsch nach einer noch besseren Zusammenarbeit genannt. In vielen Bereichen ist das bereits der Fall, bei manchen Dingen wird es länger dauern - aber dafür gibt es den Prozess."
Bericht:
www.dioezese-linz.at/dekanat-linz-mitte - mit leichter Abänderung bzw. Kürzung durch Christian Koller, Pfarre Linz-Hl. Familie
Fotos:
Christian Koller und Franz Wurzinger (Foto des Kernteams)
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Das Engagement des Gastroteams der Pfarre Linz-Hl. Familie wurde mehrfach gelobt. |
Eine aktive Beteiligung (hier mit Pinncards) war ein Bestandteil dieser Veranstaltung. |
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Aktiv Mitglieder aus unserer Pfarre beim Zuhören und beim Beteiligen. |