Messe Manouche am Passionssonntag
Vor dem Gottesdienst erklärte Rudolf Lied einige Hintergründe über die Messe Manouche: „Diese Messe orientiert sich an profanen Musikstücken, die dem Stil des „Jazz Manouche“ zuzuordnen sind. Diese Form des Jazz ist in Frankreich Mitte des vorigen Jahrhunderts entstanden und durch Django Reinhardt weltberühmt geworden. Django Reinhart kommt aus einer Sinti-Familie und das französische Wort für Sinti ist „Manouche“, daher der Titel der Messe. Beim „Jazz Manouche“ ist es vor allem die von den Stücken ausgehende Lebendigkeit, ihre Melancholie genauso wie ihre ausgelassene Freude, die dem Gottesdienst nur guttun kann.“
Pfarre em. Josef Pesendorfer spannte in seiner Ansprache den Bogen vom bekannten Lied von Udo Jürgens „Ein ehrenwertes Haus“, in dem es heißt: „In diesem Mietshaus wohnen wir seit einem Jahr und sind hier wohlbekannt, doch stell dir vor, was ich soeben unter unsrer Haustür fand, es ist ein Brief von unsern Nachbarn, darin steht, wir müssen raus! Sie meinen du und ich wir passen nicht, in dieses ehrenwerte Haus.“ zum bekannten Evangelium nach Johannes, in dem die Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus auf die Probe stellen und Jesus eine Grundsatzentscheidung über das weitere Leben einer Frau, die beim Ehebruch erwischt wurde, und sein eigenes stellt: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ Jesus heißt das Verhalten der Frau nicht gut, aber er richtet und verurteilt sie nicht.
Am Ende des Gottesdienstes zollten die zahlreichen Besucher:innen des Gottesdienstes den Sänger:innen und Musiker:innen mit kräftigem Applaus Respekt für diese außergewöhnliche musikalische Darbietung.