Caritas Präsidentin Tödtling-Musenbichler zu Gast in Gallneukirchen
Im März beehrte uns die erste Caritas-Österreich-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler. In ihrem Dialog mit dem Chef der Linzer Kirchenzeitung, Heinz Niederleitner, zeigte sie auf wie wichtig ihr der Mensch und seine Würde ist. Die Caritas beschäftigt über 17.000 Hauptamtliche und über 46.000 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in Österreich.
Begonnen hat bei Musenbichler alles in der Schule mit ihrem Engagement für benachteiligte Schüler*innen, für das sie mit der Humanitas-Medaille geehrte wurde. Die Begegnung mit Wolfgang Pucher, dem „Armenpfarrer“ der Vinzigemeinschaft in Graz hat dann den Ausschlag für ihre „soziale Karriere“ gegeben. Pucher hat sich Zeit seines Lebens für obdachlose Menschen eingesetzt und in diesem Zusammenhang eine Reihe von sozialen Projekten in der Steiermark umgesetzt, die bis heute beispiellos sind und noch immer laufen. Bei ihm hat sie den Grundsatz „Geht nicht, gibt’s nicht.“ kennengelernt.
Seit 2022 ist Tödtling-Musenbichler Direktorin der Caritas Steiermark und seit 1. Februar 2024 ist sie auch Präsidentin der Caritas Österreich, die Nachfolgerin von Michael Landau. Das Ehrenamt ist für sie der „Grundwasserspiegel“ der sozialen Hilfe und sie lobt Österreich für seine Solidarität, ob Hochwasser- oder Ukraine-Hilfe. Für sie sind die Haussammler*innen viel mehr als Geldsammler*innen für Notleidende, sie sind für Gespräche da, die Menschen bedrücken und bekommen so wertvolle Informationen, die für die Caritas-Arbeit enorm wichtig sind. Tödtling arbeitet zielgerichtet und konsequent und versucht mit Argumenten die wichtigen Anliegen der Caritas bei den Entscheidungsträger*innen durchzubringen.
Sie wirkte bei ihrem ca. 1 1/2-stündigen Auftritt im Gallussaal der katholischen Pfarre Gallneukirchen sehr authentisch und konnte so die Besucher*innen mit ihren Ausführungen in den Bann ziehen. Die Veranstaltung war auch gleichzeitig der Startschuss für die Caritas-Haussammlung, bei der die Inlandshilfe der Caritas in OÖ besonders unterstützt wird.
Text und Fotos: KiZ, Pfarrgemeinde Gallneukirchen