Nur leidige Tröster? - OKR Dr.in Hannelore Reiner

Die zentrale christliche Botschaft von Jesu Tod am Kreuz kann angesichts der Rede vom liebenden Gott nur als ein Mitleiden mit der Menschheit verstanden werden und damit aber auch als tröstende Hoffnung, auch im tiefsten Leid nicht gottverlassen zu sein.
Wichtig erscheint mir die Unterscheidung zwischen vermeidbarem und unvermeidbarem Leid, wobei dies nicht immer der/ die einzelne selbst bestimmen kann, denn Kriege und Hungersnöte sind bekanntlich kein Schicksal sondern werden von den Mächtigen dieser Welt bewusst gesteuert.
So sehe ich die Aufgabe der Evangelischen Kirchen in der Frage des Umgangs mit dem Leid einerseits im Aushalten und Beistehen derer, die leiden; auch mit und in der christlichen Hoffnung, dass Gottes Zukunft eine Welt ohne Leid sein wird. Aber ebenso wichtig erscheint mir andererseits das Aufzeigen von vermeidbarem Leid und damit ein stellvertretendes Handeln für jene, die keine Stimme haben, bei uns und weltweit.
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