Sonntag 11. Januar 2026

Papst Franziskus: Weihnachten zeigt die "unglaubliche Zärtlichkeit Gottes"

Papst Franziskus

Papst Franziskus hat am Heiligen Abend an die Bedeutung des Weihnachtsfestes erinnert. "Das ist das Wunder von Weihnachten: keine Mischung aus kitschigen Gefühlen und weltlichem Trost, sondern die unglaubliche Zärtlichkeit Gottes, der die Welt rettet, indem er Mensch wird."

Der Papst erinnerte an die Weihnachtsgeschichte im Neuen Testament, wonach Josef und Maria wegen einer Volkszählung nach Bethlehem gehen müssen. Die hochschwangere Maria bringt dort in einer Krippe Jesus zur Welt. "Unser Herz ist heute Abend in Bethlehem, wo der Friedensfürst noch immer von der zum Scheitern verurteilten Logik des Krieges zurückgewiesen wird, vom Lärm der Waffen, der ihn auch heute daran hindert, in der Welt eine Herberge zu finden", predigte das Kirchenoberhaupt.

 

Gott sei kein mächtiger Herrscher, der mit weltlichem Erfolg und "dem Götzendienst des Konsums" in Verbindung stehe, sagte Franziskus. Er sei auch kein Gott, der nur dazu diene, die Probleme der Menschen zu lösen. "Er benützt keinen Zauberstab, er ist nicht der kommerzielle Gott des 'Alles und sofort'", betonte der Papst. "Er rettet uns nicht auf Knopfdruck, sondern er kommt uns nahe, um die Wirklichkeit von innen heraus zu verändern."

 

In einer Welt, die urteile und nicht verzeihe, verspürten viele Menschen das Gefühl von Unzulänglichkeit und Unzufriedenheit, führte Franziskus weiter aus. Doch Jesus warte nicht auf erfolgreiche Leistungen, sondern auf ein offenes und vertrauensvolles Herz.

 

Der Papst feierte den Gottesdienst mit etwa 6.500 Menschen im Petersdom sowie rund 250 Kardinälen, Bischöfen und Priestern.

 

Predigt von Papst Franziskus im Wortlaut

 

 

Kriegskinder sind die Jesuskinder von heute

 

In seiner Weihnachtsansprache am Christtag 2023 hat Papst Franziskus zum Frieden in der Welt aufgerufen. Beim traditionellen Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt Rom und dem Erdkreis) erinnerte er an die Kriege und Konflikte auf der Welt - vor allem in Israel und dem Gazastreifen - und verurteilte das Geschäft mit Waffen. Die Kindheit vieler Mädchen und Jungen werde vom Krieg zerstört, sagte Franziskus. "Sie sind die Jesuskinder von heute."

 

Nein zum Krieg zu sagen, bedeute, Nein zur Logik des Krieges und zu Waffen zu sagen, führte der Papst aus. Eindringlich sprach er über die Lage der Menschen in Israel und im Gazastreifen: "Ich umarme sie alle, insbesondere die christlichen Gemeinschaften in Gaza, die Pfarrei in Gaza, und im gesamten Heiligen Land." Er trauere um die Opfer "des verabscheuungswürdigen Angriffs vom 7. Oktober" und forderte erneut die Freilassung der Geiseln sowie die Einstellung der Militäroperationen, die unschuldige zivile Opfer träfen. Der Papst rief zudem dazu auf, Hilfslieferungen zu ermöglichen. Die palästinensische Frage brauche eine Lösung durch aufrichtigen und beharrlichen Dialog zwischen den Parteien, den die internationale Gemeinschaft unterstützen müsse.

 

Der Papst erinnerte auch an die Kriege und Konflikte in anderen Ländern der Erde, darunter die Ukraine. Auf dem Petersplatz hatten sich Tausende Menschen versammelt, um ihm zuzuhören. Darunter waren einige, die palästinensische Flaggen zeigten.

 

Weihnachtsbotschaft "Urbi et orbi" im Wortlaut

 

Kathpress

Zukunftsweg
Die Leitungspersonen für fünf zukünftige Pfarren wurden ausgewählt.

Pfarrer und Pfarrvorständ:innen von fünf zukünftigen Pfarren stehen fest

Im November und Dezember 2025 fanden die Hearings statt, nun stehen die Pfarrer und Pfarrvorständ:innen von fünf...

Pastorale Räume zwischen 0 und 1

Seelsorge, Verkündigung und Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Raum Die gute Nachricht vorneweg: „Es muss nicht...
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
http://pfarre-wilhering.dioezese-linz.at/
Darstellung: