40 Jahre Jugendvesper im Stift Kremsmünster

Schon zur Liederprobe strömten die Gäste zusammen und ließen sich auch vom schlechten Wetter nicht abhalten und manche nahmen eine lange Anreise in Kauf. Unter ihnen war Abtpräses Christian Haidinger. Er begleitete, wie schon vor vielen Jahren, die Liederprobe und gab dabei den ausgewählten Liedern mehr Tiefe, indem er allen die Texte und auch die Herkunft der Lieder näher brachte.
Die Jugendvesper selbst hat seit 40 Jahren im Wesentlichen denselben Ablauf behalten: neben vielen rhythmischen Liedern stehen ein Psalm und eine Schriftlesung im Mittelpunkt. Passend zum Thema „Wenn jeder gibt, was er hat“ brachte das Vorbereitungsteam als Einstieg einige Geschenke zum Fest (Gitarre, Essenskorb, Luftballons, Bibel, Kerze, Gedicht) und später steuerten die Feiergäste ihre Gedanken auf Puzzleteilen bei.
Besonders beeindruckt haben die Glaubenszeugnisse, vorgebracht von 4 Menschen, die für die 4 Dekaden der Jugendvesper standen und die von ihren Erinnerungen erzählten, dem, was von der Jugendvesper ins Leben hinaus tragend war und was Gemeinschaft und Glaube für sie heute bedeutet. Begonnen hat der 16-jährige Samuel Haijes auch Kirchdorf, der erst seit Kurzem in der Jugendvesper dabei ist, gefolgt von Doris Baumgartner aus Linz, die vor gut 10 Jahren das erste Mal mitgefeiert hat und es immer noch gerne tut, dann P. Franz Ackerl, der heute Priester und Benediktiner im Stift Kremsmünster ist und am Ende Christine König aus Bad Hall.
Der gewohnte Ablauf, die altbekannten und neuen Lieder, das gemeinsame Gebet und das sich Austauschen machten aus dieser Jugendvesper eine gelungene Feier, die anschließend bei einer Agape mit vielen guten Gesprächen und Wiedersehensfreude einen schönen Ausklang nahm.

(Quelle: Lindinger, gec)