Denn er hat seinen Engeln befohlen ...
In Felix Mendelssohn Bartholdys berühmten Chor „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ aus dem Oratorium „Elias“, op. 70 (MWV A 25) dürfen wir spüren: Da ist ein Gott, der sich um mich kümmert. Er achtet auf mich, damit mir nichts passiert. Er schickt mir seine Engel, die mich behüten werden. In ihnen liegt das Geheimnis der Gegenwart des Himmels auf der Erde. Wo Engel sind, ist Gott selbst.
„Ich hatte mir eigentlich beim Elias einen rechten durch und durch Propheten gedacht, wie wir ihn etwa heut zu Tage wieder brauchen könnten, stark, eifrig, auch wohl bös und zornig und finster, im Gegensatz zum Hofgesindel und Volksgesindel, und fast zur ganzen Welt im Gegensatz, und doch getragen wie von Engelsflügeln.“
(Felix Mendelssohn Bartholdy an Julius Schubring, 2. November 1838)
| Text des Doppelquartetts (erster Teil, siebter Satz) |
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Die Engel: Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. (Ps 91,11–12) |
