ACHTUNG, AUFGEPASST ihr Lieben- ich erzähl‘ euch was,
das ist wirklich passiert, kein Spaß!
Ich bin der Kinder- Garten von der Pfarre Sankt Stephan in Wels Lichtenegg,
gleich bei der Zeltkirche ums Eck.
Ich muss schon sagen das ganze Jahr über ist viel los,
in mir wachsen seit Neuem nicht nur Blumen, Bäume und Moos.
Die Kinder täglich in mir rennen
und jede noch so kleine Pflanze kennen.
Sie entdecken Gänseblümchen, Himbeeren, Sandschaumkresse und vieles mehr,
schmecken tut‘s den Kindern natürlich sehr.
Kosten- ein bisschen von hier ein bisschen von dort,
gut geht’s ihnen sichtlich an diesem Ort.
Bei offenem Fenster kitzelt mich oft sanft,
ein Duft, in der Küche das selbstgemachte Essen dampft.
„Wie lange dauert’s denn noch?“,
fragt der kleine Zwerg, der Koch.
Sie machen Suppen, Brot, Säfte oder Blumenkohl,
Leib und Seele fühlen sich pudelwohl.
Das gemeinsame Genießen steht bei ihnen an erster Stelle,
Rezepte haben sie aus jeder Quelle.
Gekocht wird in diesem Hause mit Freude und Euphorie,
langweilig wird’s denen da nie.
Lange Zeit schon war die Rede von einem Gemüse- kräutergehege.
Doch wo ist der richtige Platz dafür?,
dies braucht schon ein gutes Gespür.
Leider musste ich mich vor kurzem trennen
von der „Alten Tanne“, die Kinder sie so nennen.
Der Platz an dem sie stand,
schnell eine andere, wichtige Bedeutung fand.
Da hörte ich sie plötzlich reden,
die Frauen und den einen Mann, die PädagogInnen, die im Hause leben,
an dem Ort, wo die Kinder täglich lachen
und lauter tolle Sachen machen.
Sie sprachen von Kartoffeln, Kräutern und mehr,
darüber freuen würd‘ ich mich sehr.
2 Hochbeete wollen sie mir schenken,
an den Platz der alten Tanne sie dabei denken.
Doch nicht nur ich würde Danke sagen,
auch die Mäuse, Hasen und Vögel würden aus ihrem zu Hause sich wagen.
Die angepflanzten Radieschen von der gelben Gruppe im letzten Jahr,
schmeckten den Hasen wunderbar- das war klar!
Die Kräuter von der blauen Gruppe standen auf der Terrasse,
ausgezupft wurden sie von den Vögeln in hohem Maße.
„Doch jetzt sind mit dem Ernten die Kinder dran“,
sagten die Frauen und der eine Mann,
gesagt, getan, packten alle mit an.
Zwei große Löcher gruben sie in die Erde hinunter
und lachten trotz Schweißperlen auf der Stirn munter.
„Hui da sind aber viele Regenwürmer drin“,
sagte Andreas, „jetzt muss ich aufpassen, dass ich vorsichtig beim Graben bin!“
Mit Kollegen, Eltern und Kindern
wurden alle Beteiligten plötzlich zu richtigen Erfindern.
„Wie kriegen wir das ganze gerade mit dem Schotter hin?“
Alle überlegten mit dem Zeigefinger am Kinn.
Da kam die Idee mit der großen Wasserwaage daher
und auf einmal war’s gar nicht mehr so schwer.
Noch schnell das Wühlmausgitter draufgelegt,
kein Stein hat sich mehr bewegt.
Die beiden schweren Hochbeete von Eltern gespendet bekommen,
so habe ich es auf jeden Fall vernommen,
wurden mit vereinten Kräften draufgesetzt,
dabei hat sich Gott sei Dank niemand verletzt.
Die abstehenden Gitterteile geschickt
von Elias mit der kleinen Zange abgezwickt.
Einmal in der Woche sind die Kinder weg,
da wühlen sie am Vormittag so richtig im Dreck.
Vom Wald bringen sie mir vieles mit,
den Duft der Blumen und Abenteuer,
Äste und Zweige- jedoch nicht für ein Lagerfeuer.
Das Geäst kommt ganz unten in die Hochbeete hinein,
es soll das Fundament zum Wachsen sein.
Eine Oma schaffte gleich Bücher herbei,
viele waren es, ich glaub‘ drei.
Das Wichtigste wurde noch schnell nachgeschlagen,
dann ging’s zum Grünschnitt mit dem Leiterwagen.
„Iiiiiiiii da stinkt es ja nach Mist!“, sagte Valerie zu Elisabeth-
„Ich hoffe nicht, dass du das bist?!“
„Nein, nein, nein!“, sagte darauf Elisabeth mit gerümpfter Nase,
„Das ist das Gras, du weißt schon, das frisst der Hase.
Jetzt muss es die Sonne nur noch trocken machen,
dann kommt es ins Hochbeet zu den anderen Sachen.“
Eine Mutter war gleich darauf zur Stelle:
„Die Erde bekommt ihr von uns, wir haben eine gute Quelle!“
Beratschlagt wurde ganz eifrig mit jedem Mann und jeder Frau,
ich muss zugeben, in diesem Haus ist jeder richtig schlau.
Welche Pflanze, welches Kraute,
jeder hatte eine Idee und schaute.
Die Eltern schafften Pflänzchen zum Einsetzen aus dem eigenen Garten herbei
und das ganze bereits im Monat Mai.
Sie sagen stets: „Wenn ihr noch Hilfe braucht, gebt uns Bescheid!“
Das Team sich darüber ordentlich freut.
Die Samen und Pflänzchen wurden sorgfältig mit Erde bedeckt,
die Kinderhände haben so manches auch versteckt.
„Wo kommt das Gemüse, wo kommen die Kräuter hervor?“,
fragen die Kinder täglich im Chor.
Nun stehen sie da, die Hochbeete, in voller Pracht,
Tag für Tag und Nacht für Nacht.
Die Kinder im Garten täglich sind,
mit wachsamen Augen, eine Kapuzinerkresse im Mund geschwind.
Ab jetzt heißt es: „Kochen mit Zutaten aus dem Garten",
manchmal müssen wir allerdings ein bisschen darauf warten.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter-
was da wohl wachsen wird, da kommen wir noch dahinter!
Eifrig kochen sie verschiedene Dinge,
frisches Gemüse aus dem Hochbeet kommt unter ihre Klinge.
Ihnen beim Kochen und Essen zuzuschauen,
den Kindern, dem einen Mann und diesen Frauen,
ich sag’s Ihnen-
könnten Sie das jeden Tag sehen
würden Sie mich sofort verstehen.
Jetzt aber komme ich langsam zum Schluss,
da ich die Kinder doch weiterbeobachten muss.
Was sie als Nächstes erforschen und entdecken
welche Samen sie als nächste in die Erde stecken.
Text von Julia A. Buchwiser
(Kindergartenpädagogin/Leitung)
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