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„Weil ich aktiv mitgestalten möchte ...“

Waltraud Wagner

Waltraud Wagner über den Wunsch, eine lebendige Kirche mitzugestalten, die Balance zwischen Traditionellem und Neuem sowie die Bedeutung von Integration, auch intergenerationell.

Waltraud Wagner

 

Warum ich mich als Frau in der Katholischen Kirche in Oberösterreich engagiere und einbringe ...


…weil ich aktiv mitgestalten möchte.

 

Mitgestalten bedeutet für mich den Glauben, so gut es täglich immer wieder neu gelingt, mit anderen zu teilen und auch in kleinen Begebenheiten zu vermitteln. Mitgestalten heißt für mich aber auch zu hinterfragen und die eigene Meinung einbringen zu dürfen, um so an einer lebendigen Kirche mitwirken zu können.


Themen, die mir als Frau unter den Nägeln brennen ...

  • Für zukünftige Generationen: dass eine Balance gefunden wird zwischen alt Traditionellem und neu Offenem, damit unsere Kirche für unsere Jugend interessanter wird und dadurch auch unsere Kultur lebendig bleibt.
     
  • Für die Rolle der Frau in der Kirche: dass in der männlich geprägten Hierarchie der Katholischen Kirche auch Platz für die Frauen geschaffen wird.
     
  • Zur Konfliktbewältigung: dass Kirche sich weiterhin den Ereignissen der Vergangenheit stellt und dafür Verantwortung übernimmt.
     
  • Für Versöhnung: dass geschiedene Wiederverheiratete nicht weiter ausgegrenzt werden.

 

Diese gesellschaftspolitischen Themen stehen meiner Meinung nach jetzt an ...

 

Neben den Integrationsthemen ist die Ausbildung unserer Kinder äußerst wichtig und nicht zu vernachlässigen. Außerdem dürfen wir auf unsere ältere Generation nicht vergessen. Ich denke, hier fehlen – falls sie nicht im Familienverband versorgt werden können – geeignete Wohn- bzw. Pflegeheimplätze und viele Altenpflegerinnen und Altenpfleger, die sich dieser Personengruppe, die unsere größte Wertschätzung verdient, annimmt.

 

Was oder wer mich beGEISTert und mir Kraft gibt, damit Kirche lebendig wird und in Bewegung bleibt ... 

 

... das Gefühl zu haben, andere Menschen für Ideen und Sachen begeistern und motivieren zu können und sie dadurch Teil der Gemeinschaft werden und so wiederum Freude am Mitgestalten spürbar wird.

Mutter Teresa hat einmal gesagt, dass uns Christus nicht fragen wird, wie viel wir geleistet haben, sondern mit wie viel Liebe wir unsere Taten vollbracht haben.

 

 

 

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Zur Person:

Waltraud Wagner war bis zu ihrer Pensionierung Pfarrsekretärin in der Pfarre Steyregg.

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