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KMB SternwallfahrerInnen vor dem Jägerstätterhaus in St. Radegund _ Foto:Kaspar |
Jägerstätter Sternwallfahrt der Katholischen Männerbewegung 2012 Mit Fahrrädern, Bussen und zu Fuß machten sich die Wallfahrer auf den Weg und pilgerten bis zu 150 Kilometer zum Haus Franz und Franziska Jägerstätter. Bischof Thomas Gumbleton nahm sogar den Weg von Detroit/USA auf sich, um an der Wallfahrt teilzunehmen. Mit großer Unterstützung von Bürgermeister Simon Sigl und der ganzen Gemeinde St. Radegund erlebten die Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm. KMB-Obmann Dr. Leopold Wimmer betonte in seinen Grußworten an die Wallfahrer, dass Franz Jägerstätter Vorbild ist für „ein konsequentes Handeln nach dem Gewissen, nach Werten, des nicht auf den eigenen Vorteil bedacht Seins! Gerade darin bleibt er ein Vorbild für die KMB und für die Gesellschaft.“ In der Festpredigt ging Prediger Richard Schwarzenauer in sehr persönlichen Worten auf den Lebensweg Franz Jägerstätters ein. Er betonte, dass es einiges an Mut braucht, einen Märtyrer wie Franz Jägerstätter zu feiern, da er in der Radikalität seines Weges eine bleibende Herausforderung für uns heute darstellt. „Einen Märtyrer zu feiern, heißt einiges auszuhalten.“ Jägerstätter Friedensweg
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer dankte in seiner Ansprache der KMB und der Gemeinde St. Radegund für das Bemühen um das Andenken an Franz Jägerstätter und würdigte die Initiative zur Errichtung des Jägerstätter Friedensweges, den „Franz Jägerstätter sicher auch gerne gegangen wäre. Der neu errichtete Weg lädt zum Nachdenken ein. Er ermutigt sich gegen Gewalt, gegen Krieg und für Toleranz, Glauben, Standhaftigkeit und Demokratie einzusetzen.“ Bischofsvikar Maximilian Mittendorfer segnete bei einer Feldmesse den neu errichteten Jägerstätter Weg und die bei der Sternwallfahrt enthüllte Gedenkstatue des Jägerstätter Enkel Sigl. Auf den Spuren Franz Jägerstätters in Linz
Auf Einladung von Pax Christi Österreich und der Linzer KirchenZeitung folgten zahlreiche Interessierte unter Anleitung von Jägerstätter-Biografin Erna Putz am 21. Mai 2012 den Spuren des oberösterreichischen Märtyrers in Linz. Der Weg führte am Gedenktag seiner Seligsprechung von der Gedenktafel im Hof des ehemaligen Ursulinenklosters über den Bischofshof bis zur Reliqienstele im Linzer Mariendom, wo eine Taufgedächtnisfeier abgehalten wurde. Wesentliche Stationen im Leben von Franz Jägerstätter sind mit der oberösterreichischen Landeshauptstadt verbunden. Eine Gedenktafel im Ursulinenhof erinnert daran, dass Jägerstätter von 2. März bis 4. Mai 1943 im ehemaligen Ursulinenkloster inhaftiert war, das im Krieg als Wehrmachts-Untersuchungsgefängnis diente. Die Zelle, in der Jägerstätter mit anderen Häftlingen an den Wänden angekettet war, dient heute als Ausweich-Büro. Zur Abschreckung mussten die Todeskandidaten mehrmals am Tag mit den klirrenden Ketten an den Füßen über die Gänge marschieren. Bei einer Audienz beim damaligen Bischof Fließer im Linzer Bischofshof besprach Jägerstätter mit dem Bischof seine Gewissensfrage und die Ungerechtigkeit des Krieges. Bischof Fließer erklärte ihm, es sei nicht Aufgabe eines Familienvaters, zu entscheiden, ob der Krieg gerecht sei. Jägerstätter wollte die Verantwortung aber nicht anderen überlassen. Am 9. August 1943 wurde er in Brandenburg an der Havel hingerichtet. Den Abschluss der Spurensuche bildete die Jägerstätter-Stele beim Marienaltar im Linzer Mariendom, in die am 1. November 2007 die Reliquien von Jägerstätter eingesetzt worden waren. Die Stele trägt als Inschrift einen Text aus dem Römerbrief, den Jägerstätter immer wieder in seinen Briefen zitierte: „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?" (Röm 8,35) Die abschließende Taufgedächtnisfeier trug den Titel „Eine Rose für Franz“.
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Jägerstätter Friedensweg / Gedenkstatue _ Foto: Schapfl |
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Mittagsgebet bei der Jägerstätterstele im Linzer Mariendom: Foto: Diözese Linz |
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Jägerstättergedenktafel im Linzer Ursulinenhof / Dr.in Erna Putz _ Foto: Diözese Linz |
www.jaegerstaetter.at
(gec)
2012-05-21 16:18:16
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